Der mystische Atem

Unser Leben beginnt mit dem ersten Atemzug und endet mit dem letzten. Dazwischen liegt ein einzigartiges, ganzes Leben. Was so einfach und selbstverständlich klingt, ist in Wahrheit weitaus mystischer und komplexer. So unterschiedlich unsere Lebenswege sind, so verschieden sind auch unsere Atemmuster. Die meisten von uns, nehmen ihre Atmung gar nicht mehr wahr. Und dabei geben wir mit unserem Atem permanent Informationen über uns an die Umwelt preis. Unsere Psyche hat einen enormen Einfluss darauf, wie wir atmen. Sind wir ärgerlich, freudig erregt, ängstlich oder haben wir Schmerzen, jedes Mal verändert sich die Atmung. 

Die meisten von uns atmen zu flach und zu schnell. Unsere falschen Atemmuster sind anerzogen oder das Ergebnis von Traumata, die schon lange zurück liegen können. Eine falsche Atmung hat  Einfluss sowohl auf  das Immunsysten als auch auf die Funktionsweise unserer Organe. Die Harmonisierung von Körper und Psyche durch die Atmung beeinflusst somit auch unsere Gesundheit. Wir alle sind in der Lage, die Atemzüge bewusst  in Tiefe und Häufigkeit zu steuern. Diese Steuerung ist ernlernbar und ein wesentlicher Bestandteil des Yogas. Voraussetzung ist aber, sich seiner Atmung bewusst zu werden.

Pranayama nennen die Yogis die Steuerung ihres Atems.

Pranayama setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. Prana - die Lebensenergie, Yama-die Ausdehnung. Das bedeutet soviel, wie eine bewusste Ausdehnung der Lebensenergie im Körper. Pranayama kennt viele verschiedene Techniken, die ein Ziel vereint, Energieblockaden im Körper und im Geist zu lösen. 

Über die Lösung dieser Blockaden lernen wir unsere Gedanken zu kontrollieren und das Nervengeflecht zu stärken. Starke Nerven und kontrollierte Gedanken ermöglichen eine Stressresistenz, vor allem auch in Situationen, denen man sich nicht entziehen kann. 

Keine Yogastunde ohne Pranayama. Richtiges Atmen wird über einen langen Zeitraum erlernt. Denn Bewusstheit und Wahrnehmung muss genauso trainiert werden, wie die Muskulatur des Körpers. Das Training auf der körperlichen Ebene ist für die meisten selbstverständlich. Die geistige Ebene hingegen wird vielmals vernachlässigt.

Bewusstes Atmen heisst mehr Vitalität im Leben. Unsere Vitalität ist der Grundbaustein dafür, das Leben selbst in die Hand zu nehmen unabhängig davon, wie schwierig  sich die Lebensumstände manchmal gestalten.

 

Ein gestärktes und verfeinertes Bewusstsein ist das Ziel des Yogas. Atmung ist eine wesentlicher Bestandteil dieses Ziel zu erreichen. Denn nur richtiges Atmen führt zu einer vertieften Konzentration, welche die Voraussetzung für eine wirkliche Meditation ist. Die Meditation wiederum führt uns in die Stille und zu dem Ort in uns, wo kraftvolle und echte Gedanken entstehen. Wenn wir diesen Gedanken folgen, folgen wir unseren wahren Lebensaufgaben. 

Nicht umsonst sagt der Volksmund "Ersteinmal tief durchatmen" wenn das Leben kompliziert wird.

 

 

 

 

 

 

 

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