Gedankenkontrolle durch Meditation

Gedankenkontrolle durch Meditation

Die Sutras von Pantajali sind als Basisbuch das, worauf sich das heutige Yoga eigentlich beziehen sollte. Eigentlich heisst, dass dieses Buch die Grundlage dessen ist, weshalb sich soviele Yogarichtungen bis zum heutigen Tag ausbilden konnten. Nur leider vergessen gerade die vielen, neuen Ausrichtungen, worum es eigentlich im Yoga gehen sollte. Patanjali hat nicht nur theoretisch definiert, was Yoga ist. Neben vielen philosophischen Aspekten hat er auch eine praktische Anleitung entwickelt, wie man das eigentliche Ziel im Yoga, "Sich mit dem himmlischen Selbst zu verbinden"  erreichen kann. Der  achtgliedriege Asthangaweg ist jedem Yogi bekannt, der sich ernsthaft mit Yoga auseinandersetzt. 

Patanjalis Definition des Yogas ist" Das Zur-Ruhe-Kommen der Gedankenwellen im Geist". Klingt so einfach und doch ist es das Schwierigste überhaupt. Der Geist wird als Diener der Seele betrachtet, welcher über den Verstand Gedanken produziert. Jedoch kann man diesen Diener nicht wirklich trauen, denn er ist ein Geschichtenerzähler und jemand, der sich seine Wirklichkeit konstruiert. Wir schenken ihm Glauben und nehmen die Wirklichkeit so an, weil wir uns mit dem Geist identifizieren und nicht mit der Seele. Die Seele aber ist rein und nicht mit dem Verstand zu greifen, sondern nur über die Intuition. Spricht die Seele zu uns, sind unsere Gedanken klar.

Wie kann ich aber erkennen, welche Gedanken klar sind und nicht aus irgendwelchen konstruierten Geschichten entstanden sind ?

Dazu braucht es eine sehr feine Wahrnehmung und ein starkes Urvertrauen, um die notwendige Intuition zur Erkenntnis  entwickeln zu lassen. Durch Intuition entsteht dann jene  Unterscheidungskraft, welche uns erlaubt, wahre und klare Gedanken zu erkennen.

Die meisten von uns trauen ihrer Intuition nicht oder spüren sie nicht. Sie  vertrauen nur dem Verstand. Dieser produziert jedoch immerzu einen Strom von Gedanken, worin viele Gedanken sprunghaft auftauchen, die trübe sind und auf emotional verfärbte Erfahrungen basieren. Sogenannte maskierte Gedanken, deren wahres Gesicht mit userer unbewussten Lebensweise nicht erkennbar ist.  Dazu gehören Sehnsüchte, Wünsche und Süchte nach materiellen Dingen, die uns vorgaukeln, nur über deren Erfüllung glücklich sein zu können. Kaum ist der eine Wunsch erfüllt, taucht der nächste auf und wir sind trotzdem nicht glücklicher. Die Gier auf Neues wird zur Triebkraft für die Entwicklung im Aussen und lässt unser inneres Spüren verkümmern.

Wir entfernen uns von uns selbst und werden nie zufrieden sein.

Den Weg zurückzufinden zu sich selbst, zu seinen wahren Ursprung und damit zu den reinen Gedanken, ist das Rezept für ein zufriedenes Leben. Um sich wieder zu finden, muss man sich auf eine Reise in sein tiefstes Innere begeben.

Meditation ist der Schlüssel für die Reise zu sich selbst. Meditieren findet aber nicht einfach so statt. Eine tägliche Übungspraxis trainiert das Zurückziehen der Sinne und fördert die Konzentrationsfähigkeit. All das ist notwendig, um die Willenskraft zu stärken und Intuition zu entwickeln. Erst wenn ich die Ruhe in mir selbst erfahre, der Abstand zwischen meinen Gedankenwellen grösser wird habe ich die Möglichkeit, eine leise Stimme in mir zu hören. Dann spricht mein wahres ICH zu mir und der Verstand schweigt. Dieses ICH zeigt mir auf, was wichtig ist in meinem Leben und was mich glücklich werden lässt. Der Verstand darf nun weiter seine Geschichten erzählen, aber Dank der Unterscheidungskraft und dem Vertrauen zu mir selbst folge ich der Stimme. 

 

 

 

 

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